Die Biogasanlage der Biokraft Scheiderhöhe GmbH ist als Kofermentations-Biogasanlage ausgelegt, in der Wirtschaftsgüter wie Gülle und Mist sowie Abfallstoffe wie Speisereste und Fette verwertet werden. Der tägliche Substrateinsatz liegt je nach Energieinhalt bei 50 - 60 t. Das erzeugte Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 800 kW verwertet.
In zwei erdversenkten Fermentern wird Substrat bei einer Temperatur von 38 °C unter Ausschluss von Sauerstoff (anerob) zu Biogas vergoren. Die Befüllung der Fermenter mit Feststoffen erfolgt über zwei in einer Halle stehenden Feststoff-Dosiereinrichtungen. Die flüssigen Komponenten (Gülle, Speisereste, Fette) werden in drei erdversenkten Betonbehältern gelagert und mit einer Zentralpumpe den Fermentern zugeführt.
Das in den Fermentern anfallende vergorene Substrat wird in einem Pufferbehälter zwischengelagert und anschließend in einer speziellen Einrichtung hygienisiert. Das hygienisierte Substrat wird in zwei oberirdischen Kombibehältern zur gemeinsamen Lagerung von Gas und Substrat bis zur Endverwertung als Wirtschaftdünger gesammelt.
Die Zentralpumpe, die Hygienisiereinrichtung und die Steuerungstechnik befinden sich in dem Pumpenkeller zwischen den fünf erdversenkten Behältern.
Das anfallende Biogas wird über eine Gaskühlung und ein Aktivkohlefilter geführt und dann im BHKW verwertet.
Die im BHKW entstehende Abwärme wird zu einem kleinen Teil für den Anlagenbetrieb eingesetzt. Der überwiegende Teil der Wärme wird an benachbarte Abnehmer verkauft.
Biogas, das nicht im BHKW eingesetzt werden kann, wird über eine Notfackel verbrannt.